Ein- und Ausfälle – Gott und seine Sprache

Offenbarungsreligionen haben ein Stilproblem: Gottes Sprache müsste eigentlich so perfekt sein wie sein Wesen, muss aber anderseits so ungenügend sein wie die Sprache der Menschen, die Gott verstehen sollen. Die Lösung des Problems hat man im wesentlichen auf drei Weisen versucht.

 

Die einfachste Lösung des Stilproblems ist, Gott nicht selbst, sondern durch einen Propheten sprechen zu lassen, der Gottes Wort mit seinen (menschlichen) Worten wiedergibt. Hier besteht keine grundlegende Diskrepanz zwischen der Sprache des Sprechers und der seiner Adressaten. Diesen Weg hat, mit wenigen Ausnahmen (etwa bei den Zehn Geboten), das Alte Testament gewählt. Eine Mittellösung besteht darin, Gott zwar selbst sprechen zu lassen, ihn aber zu diesem Zwecke zum Menschen werden zu lassen. Diese Konstruktion liegt dem Neuen Testament zugrunde. Der dritte Ansatz geht davon aus, dass Gott den Text selbst verfasst habe und dass er durch einen Propheten (nur) verkündet werde. Dies ist im Wesentlichen die Lösung des Islam.

 

Jede der Lösungen leidet unter der religionsstilistischen Unschärferelation. Gottnähe und Stilreinheit sind nämlich nicht gleichzeitig zu haben. Je näher der offenbarte Text bei Gott angesiedelt wird, desto unreiner muss sein Stil sein und umgekehrt.

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Eine Antwort zu “Ein- und Ausfälle – Gott und seine Sprache

  1. Gottes Sprache und Worte,
    die den Willen Gottes ausdrücken,
    ist geistiger Natur, Prinzip und Wesen, und
    nicht mit der menschlichen Sprache und Worte zu vergleichen denn:
    „Der natürliche Mensch, vernimmt nichts vom Geist Gottes, der das Wort,Willen und Ausdruck Gottes hervorbringt heißt es in
    1. Korintherbrief 2, 14
    Und wenn der natürliche und ungeistige Mensch nichts vernimmt vom Geist Gottes,
    so vernimm ter auch nichts von Gott,denn Gottes ist Körperlos und Gott ist Geist!
    Auf vielerlei Wege,
    sucht Gott die Menschheit auf, sich zu Ihm zu bekehren, durch wahre Propheten, durch Träume und Gesichter, durch Not und Elend, und auch durch Krankheit, auf dass sie, durch Buße und Bekehrung, ihre Wiedergeburt und Lebendigmachung für Gott und seinem Himmel-Reich erfahren Hiob 33,/Matthäus 3,/Lukas 7,29-30
    Wer zu dem Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist kommen will, muss Gott und seine Gerechtigkeit anerkennen und auch danach handeln und den Heiligen Geist, welcher ist der Geist der Wahrheit, bekommt nur der sagt Jesus Christus und Apostel Petrus, die Gott und seinem Heiligen Geist in ihrem Leben gehorsam werden und auch bleiben.
    Johannes 14, und Apostelgeschichte 5, 32

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