Johann Christoph Pez (1664 – 1716) – „Concerto Pastorale“ für zwei Blockflöten und Streichorchester

Pez wuchs in München auf, verbrachte längere Zeit in Italien und Bonn und kam nach erneuter Tätigkeit in München im Jahre 1706 nach Stuttgart, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Als Oberkapellmeister betreute er am protestantischen Hof Württembergs, wiewohl katholischen Glaubens, die Kirchenmusik, war aber auch für die Tafelmusik sowie Ball und Oper zuständig. Pez Werke waren in der Barockzeit weit verbreitet. Telemann hielt ihn für einen der besten deutschen Komponisten. Bach führte seine Werke in Leipzig auf. Pez gilt als Anhänger des französischen Stils eines Jean-Baptiste Lully, dem Hofkomponisten Ludwigs XIV., wurde aber auch von Arcangelo Corelli beeinflusst, dessen Musik er während seines dreijährigen Studienaufenthaltes in Rom kennen gelernt hatte. Heute ist dieser Komponist, leider auch in seiner Wahlheimat Stuttgart, weitgehend unbekannt, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass der größte Teil seiner Werke noch der Entdeckung harrt. Wie meisterlich Pez komponierte, lässt das „Concerto Pastorale“ für zwei Blockflöten und Streichorchester erkennen, das für die Weihnachtsliturgie geschrieben wurde.

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