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	<title>Kommentare zu: 1864 Niels Wilhelm Gade (1817 &#8211; 1890) Symphonie Nr. 7 F-Dur</title>
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	<description>Philosophie, Architektur, Musik, Kunst, Reisen, Religion</description>
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		<title>Von: heitmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[heitmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 18:37:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine sehr eindringliche Beschreibung von einem Musikfeuerwerk, wie es eigentlich nur Streicher zustande bringen können. Ich kam mir beim Lesen fast so vor, als sei ich dabei gewesen. Zur weiteren Steigerung des Streichereffekts kann ich noch Tschaikowskis Streicherserenade und von Schostakowitsch die Streichorchesterfassung seines 8. Streichquartettes empfehlen (leider beide von mir noch nicht besprochen, kommt aber noch).]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr eindringliche Beschreibung von einem Musikfeuerwerk, wie es eigentlich nur Streicher zustande bringen können. Ich kam mir beim Lesen fast so vor, als sei ich dabei gewesen. Zur weiteren Steigerung des Streichereffekts kann ich noch Tschaikowskis Streicherserenade und von Schostakowitsch die Streichorchesterfassung seines 8. Streichquartettes empfehlen (leider beide von mir noch nicht besprochen, kommt aber noch).</p>
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		<title>Von: Brenrhad</title>
		<link>http://klheitmann.com/2008/07/04/1864-niels-wilhelm-gade-1817-1890-symphonie-nr-7-f-dur-2/#comment-147</link>
		<dc:creator><![CDATA[Brenrhad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 21:50:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, das war schon außergewöhnlich, was geboten wurde - wiewohl ich vorausschicken muß, daß ich musikalischer Voll-Laie bin und mir eine objektive Beurteilung der musikalischen Performance und der Werke natürlich schändlich misslingen muß.

Muksmäuchen still war es zwischen den Sätzen, ein sehr diszipliniertes Publikum mit deutlich mehr Aufmerksamkeit als bei den großen &quot;Rennern mit Rattle&quot;. Der Kammermusiksaal liefert aber auch eine wunderbar intime Atmosphäre, trotz architektonischer „Moderne“ und gerade obwohl er doch ziemlich groß ist. Geschickt beleuchtet bleiben unbesetze Ränge im Ungefähren und die sichtbaren Publikumsgesichter sind gebannt auf das Zentrum gerichtet. So eine fantastische Akustik - man hörte bisweilen sogar das Knarren eines Stuhles - von einem bewegt aufspielenden Musiker!

Auf den mit schrägen Marmorkanten gefassten Brettern befand sich das Ensemble Berlin-Leipzig, ein Oktett aus 4 Violinen, 2 Bratschen und 2 Celli. Ursprünglich in Leipzig für eine Kammermusikreihe des Bundesverwaltungsgerichtes (1) ins Leben gerufen spielten gestern die drei Gründer aus der Musikerfamilie Timm verstärkt um Musiker aus Berlins und Leipzigs Orchestern. Eine alte Tradition hat man da aufgegriffen, eine, die sogar zurück reicht bis zu einem der Protagonisten des Abends und heutigem Geburtstagskind, Felix Mendelssohn Bartholdy. Denn schon seinerzeit hat man wohl einen regen musikalischen Austausch zwischen diesen beiden deutschen Kulturstädten gepflegt. 

Und so wie die heutigen Musiker in Berlins Philharmonie und Leipzigs Gewandhaus zu Hause sind, so spielte man mit Niels Wilhelm Gades Oktett für Streicher F-Dur op. 17 eigentlich auch einen &quot;Leipziger&quot;. Gade, ebenda in Leipzig maßgeblich beeinflußt vom Jubilar des Abends und später auch Leiter von Gewandhauskonzerten, scheint ein zu hebender Schatz zu sein, da will ich mich dem Betreiber dieses Blogs anschließen. Was ich jetzt gelesen habe, macht mich neugierig.

Mit großer Verve beeindruckte Schostakowitsch kurz vor der Pause. &quot;Eher kämpferisch und gleichzeitig depressiv&quot; wurden die beiden Oktettsätze op. 11 im Programm angekündigt. Für Ahnungslose wie mich wirklich erstaunlich, hat man doch sonst den Eindruck, die Streicher gehören immer zu den leisen. Dynamik ist also anscheinend nicht nur eine Frage der Instrumentierung - aber vielleicht war es ja auch die Stärke eines Doppel-Quartetts.

Nach der Pause und somit per Cäsur gebührend positioniert gab man Felix Mendelssohn Bartholdys vier Sätze op. 20 (Oktett Es-Dur). &quot;Meisterlich ineinanderverflochtene Stimmen&quot;, &quot;harmonischer Reichtum&quot; und &quot;akustischer Rundtanz&quot; titelt das Programm, dem ich mich gefühlsmäßig direkt anschließen möchte. Musik die man trinken möchte, die es einem gehörig schwer macht, ruhig auf dem Sitz zu bleiben. Man ahnt die Melodien und den Rhythmus.

Für mich habe ich entschieden, Musik so zu genießen, wie man einen Wein genießt: Nicht nach Herstellungskenntnissen, Etikett und Kritik sondern nach Geschmack. Mir hat der Abend außerordentlich gut gefallen, Gade nicht zu kennen ist ein Fehler, Schostakowitsch ausgesetzt zu werden keiner. Und der Jubilar steht ohnehin im Licht - auch bei mir. Ich fand die Zugabe ausgiebig berechtigt

Oktette scheinen ja was Seltenes zu sein - so lehrte mich das Programm, ein Heft, das wieder mal meinen Eindruck von hervorragender Qualität aus dem Hause erneuerte. Und Seltenes kann Besonderes werden wenn sich solche Komposition mit solcher spielerischen Klasse verbinden. Gut, ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber da verlasse ich mich auf die Damen und Herren in den Reihen: Bravo-Rufe waren zu hören.

Schön, daß ich diesen Abend genießen durfte.

Die Besetzung
Thomas Timm  Violine
Romano Tommasini  Violine
Conrad Suske  Violine
Andreas Neufeld  Violine
Julia Gartemann  Viola
Wolfgang Talirz  Viola
Jürnjakob Timm  Violoncello
Andreas Timm  Violoncello

(1) http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/Kuenstler/Ensemble_Leipzig-Berlin_g6.html]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das war schon außergewöhnlich, was geboten wurde &#8211; wiewohl ich vorausschicken muß, daß ich musikalischer Voll-Laie bin und mir eine objektive Beurteilung der musikalischen Performance und der Werke natürlich schändlich misslingen muß.</p>
<p>Muksmäuchen still war es zwischen den Sätzen, ein sehr diszipliniertes Publikum mit deutlich mehr Aufmerksamkeit als bei den großen &#8220;Rennern mit Rattle&#8221;. Der Kammermusiksaal liefert aber auch eine wunderbar intime Atmosphäre, trotz architektonischer „Moderne“ und gerade obwohl er doch ziemlich groß ist. Geschickt beleuchtet bleiben unbesetze Ränge im Ungefähren und die sichtbaren Publikumsgesichter sind gebannt auf das Zentrum gerichtet. So eine fantastische Akustik &#8211; man hörte bisweilen sogar das Knarren eines Stuhles &#8211; von einem bewegt aufspielenden Musiker!</p>
<p>Auf den mit schrägen Marmorkanten gefassten Brettern befand sich das Ensemble Berlin-Leipzig, ein Oktett aus 4 Violinen, 2 Bratschen und 2 Celli. Ursprünglich in Leipzig für eine Kammermusikreihe des Bundesverwaltungsgerichtes (1) ins Leben gerufen spielten gestern die drei Gründer aus der Musikerfamilie Timm verstärkt um Musiker aus Berlins und Leipzigs Orchestern. Eine alte Tradition hat man da aufgegriffen, eine, die sogar zurück reicht bis zu einem der Protagonisten des Abends und heutigem Geburtstagskind, Felix Mendelssohn Bartholdy. Denn schon seinerzeit hat man wohl einen regen musikalischen Austausch zwischen diesen beiden deutschen Kulturstädten gepflegt. </p>
<p>Und so wie die heutigen Musiker in Berlins Philharmonie und Leipzigs Gewandhaus zu Hause sind, so spielte man mit Niels Wilhelm Gades Oktett für Streicher F-Dur op. 17 eigentlich auch einen &#8220;Leipziger&#8221;. Gade, ebenda in Leipzig maßgeblich beeinflußt vom Jubilar des Abends und später auch Leiter von Gewandhauskonzerten, scheint ein zu hebender Schatz zu sein, da will ich mich dem Betreiber dieses Blogs anschließen. Was ich jetzt gelesen habe, macht mich neugierig.</p>
<p>Mit großer Verve beeindruckte Schostakowitsch kurz vor der Pause. &#8220;Eher kämpferisch und gleichzeitig depressiv&#8221; wurden die beiden Oktettsätze op. 11 im Programm angekündigt. Für Ahnungslose wie mich wirklich erstaunlich, hat man doch sonst den Eindruck, die Streicher gehören immer zu den leisen. Dynamik ist also anscheinend nicht nur eine Frage der Instrumentierung &#8211; aber vielleicht war es ja auch die Stärke eines Doppel-Quartetts.</p>
<p>Nach der Pause und somit per Cäsur gebührend positioniert gab man Felix Mendelssohn Bartholdys vier Sätze op. 20 (Oktett Es-Dur). &#8220;Meisterlich ineinanderverflochtene Stimmen&#8221;, &#8220;harmonischer Reichtum&#8221; und &#8220;akustischer Rundtanz&#8221; titelt das Programm, dem ich mich gefühlsmäßig direkt anschließen möchte. Musik die man trinken möchte, die es einem gehörig schwer macht, ruhig auf dem Sitz zu bleiben. Man ahnt die Melodien und den Rhythmus.</p>
<p>Für mich habe ich entschieden, Musik so zu genießen, wie man einen Wein genießt: Nicht nach Herstellungskenntnissen, Etikett und Kritik sondern nach Geschmack. Mir hat der Abend außerordentlich gut gefallen, Gade nicht zu kennen ist ein Fehler, Schostakowitsch ausgesetzt zu werden keiner. Und der Jubilar steht ohnehin im Licht &#8211; auch bei mir. Ich fand die Zugabe ausgiebig berechtigt</p>
<p>Oktette scheinen ja was Seltenes zu sein &#8211; so lehrte mich das Programm, ein Heft, das wieder mal meinen Eindruck von hervorragender Qualität aus dem Hause erneuerte. Und Seltenes kann Besonderes werden wenn sich solche Komposition mit solcher spielerischen Klasse verbinden. Gut, ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber da verlasse ich mich auf die Damen und Herren in den Reihen: Bravo-Rufe waren zu hören.</p>
<p>Schön, daß ich diesen Abend genießen durfte.</p>
<p>Die Besetzung<br />
Thomas Timm  Violine<br />
Romano Tommasini  Violine<br />
Conrad Suske  Violine<br />
Andreas Neufeld  Violine<br />
Julia Gartemann  Viola<br />
Wolfgang Talirz  Viola<br />
Jürnjakob Timm  Violoncello<br />
Andreas Timm  Violoncello</p>
<p>(1) <a href="http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/Kuenstler/Ensemble_Leipzig-Berlin_g6.html" rel="nofollow">http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/Kuenstler/Ensemble_Leipzig-Berlin_g6.html</a></p>
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		<title>Von: heitmann</title>
		<link>http://klheitmann.com/2008/07/04/1864-niels-wilhelm-gade-1817-1890-symphonie-nr-7-f-dur-2/#comment-146</link>
		<dc:creator><![CDATA[heitmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 16:50:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schön wieder einmal von Ihnen zu hören. Ich habe dasOktett von Gade auch schon einmal gespielt und errinnere mich, dass es großes Vergnügen machte. Gute Idee, es mit dem fulminanten Jugendwerk seines Freundes Mendelssohn am Vorabend von dessen 200. Geburtstag zu spielen. Berichten Sie über Ihren Eindruck. Der Kammermusiksaal der Philharmonie muss vibriert haben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schön wieder einmal von Ihnen zu hören. Ich habe dasOktett von Gade auch schon einmal gespielt und errinnere mich, dass es großes Vergnügen machte. Gute Idee, es mit dem fulminanten Jugendwerk seines Freundes Mendelssohn am Vorabend von dessen 200. Geburtstag zu spielen. Berichten Sie über Ihren Eindruck. Der Kammermusiksaal der Philharmonie muss vibriert haben.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Brenrhad</title>
		<link>http://klheitmann.com/2008/07/04/1864-niels-wilhelm-gade-1817-1890-symphonie-nr-7-f-dur-2/#comment-145</link>
		<dc:creator><![CDATA[Brenrhad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 14:58:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Habe mich an Ihren Tipp erinnert. Heute werde ich Gade mal hören. Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.

Nils Wilhelm Gade - Oktett für Streicher F-Dur op. 17

Dmitri Schostakowitsch - Zwei Oktettsätze op. 11

Felix Mendelssohn Bartholdy - Oktett für Streicher Es-Dur op. 20 

:-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe mich an Ihren Tipp erinnert. Heute werde ich Gade mal hören. Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.</p>
<p>Nils Wilhelm Gade &#8211; Oktett für Streicher F-Dur op. 17</p>
<p>Dmitri Schostakowitsch &#8211; Zwei Oktettsätze op. 11</p>
<p>Felix Mendelssohn Bartholdy &#8211; Oktett für Streicher Es-Dur op. 20<br />
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